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Ankündigung Poetry Slam am 17. April 2011

Sonntag, 17.04.2011
E-Werk, Erlangen
(Clubbühne)
Einlass 19:30 Uhr
Beginn 20:30 Uhr
Eintritt 6€

Die Aprilausgabe des Erlanger Poetry Slams steht vor der Tür und hat es in sich – kein Scherz. Ein Doppelrahmenprogramm aus Live-Musik und US-amerikanischer Spoken Word Poetry umschließt den gewohnt unberechenbaren (natürlich im positiven Sinne!) Wettkampf der Bühnendichter aus der Region sowie den verschiedensten Ecken Deutschlands und der Schweiz.  Einige der angemeldeten Künstler haben wir uns schon seit langer Zeit auf die Bühne gewünscht und freuen uns wie Bolle, dass es endlich geklappt hat. Slam it, Baby!

Im Dichterwettstreit treten an:

Sulaiman Masomi (Paderborn)
Renato Kaiser (Fribourg, Schweiz)
Anke Fuchs (Köln)
Lucas Fassnacht (Erlangen)
Lena Ritter (Nürnberg)
Katharina Spengler (Erlangen)
Osama (Nürnberg)
Kaddi Cutz (Dresden)
Jan Brauner (Erlangen)

Special Guests:

Karen Finneyfrock (Seattle, USA)
Die Autorin, Performance-Poetin und Lehrerin für angewandte Kunst startet ihre Deutschland-Tournee in Erlangen, im Rahmenprogramm unserer Aprilshow. Im Heimatland des Poetry Slam gehört die Stipendiatin des Richard Hugo House in Seattle zur überschaubaren Anzahl derer, die sowohl auf der Bühne als auch zwischen zwei Buchdeckeln mit ihrer Poesie zu glänzen vermögen. 2010 erschien ihr zweites Buch „Ceremony for the Choking Ghost“ bei Write Bloody Press. Im selben Jahr reiste sie im Auftrag des US Department of State nach Nepal, um dort als Kulturgesandte Veranstaltungen und Kurse für Performance-Poesie zu leiten.

Finneyfrock writes poetry with muscular verve and narrative push. The depth and breadth suggested in just a few polished images placed next to each other will make you reconsider what poetry can do. Karen Finneyfrock is a rare example of a slam poet who writes excellent poetry.” (Paul Constant, The Stranger)

Ihr Auftritt bei uns wird ermöglicht in Zusammenarbeit mit der Agentur Sprechzimmer, dem US-Generalkonsulat Frankfurt und der amerikanischen Botschaft (public affairs program) und selbstverständlich mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Erlangen.

Alexander Lugh (Bamberg)
Liedermacherstyle in der Manier von Eric Fish und Funny van Dannen. Der gebürtige Dessauer tritt oft auch unter dem Untertitel „Der Mann mit der Melodei“ und am 17.4. zum ersten Mal bei uns in Erlangen auf. Mit Gitarre, selbstgeschriebenen Songs und einer sehr charmanten und authentischen Ausstrahlung wird er den musikalischen Part des Rahmenprogramms übernehmen. Wir sind gespannt!

 

Noch ein kleiner Nachschlag zur Ankündigung…
Auch wenn uns vom Erlanger Poetry Slam naturgemäß die Buchstaben mehr liegen als die Ziffern, dürfen diesmal ausnahmsweise auch einmal die Zahlen zu Wort kommen 😉

Da Karen Finneyfrock unmittelbar zum Auftritt bei uns anreist und auch etliche der Gastpoeten eine ordentliche Wegstrecke zu uns zurückzulegen haben, stellen wir am 17.4. einen neuen Anreise-Rekord (einfache Strecke) zum Erlanger Slam auf: knapp über 10.000 km! Als Emmisionsausgleich wird das ORGA-Team einen Baum pflanzen.
Bemerkenswert ist auch die Zahl der youtube-Aufrufe, die einer unserer Gastpoeten mit einer Handvoll Videomitschnitte seiner Slamauftritte zu verzeichnen hat: insgesamt über 500.000, holla-die-Waldfee! Übrigens kommen die Wettkampf-Teilnehmer am 17.4. gemeinsam auf über 170 Slamsiege, 70% der beteiligten Künstler sind zum ersten Mal bei uns auf der Bühne und 50% sind weiblich, was wir in Anbetracht der Diskussionen um die Frauenquote ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchten.

Jetzt aber genug der Zahlen, denn wie heißt es so schön – „ein Wort sagt mehr als tausend Zahlen“. Man sieht und hört sich am 17. April im E-Werk!

 

 

Eindrücke vom Februar Slam 2011

Zu früher Stunde senden wir euch unsere ersten Eindrücke vom Poetry Slam Erlangen am 20. Februar 2011:

Vor ausverkaufter Hütte wurde der Abend musikalisch umrahmt  von „Lautstufe Zwei“.

Nach der Auslosung durch die Poetenfee begann ein abwechslungsreicher Slam:

Marvin Suckut stand in seinem Text aus dem Bett auf, wie in den Textzeilen des Liedes von Money Boy und interpretiert es dabei in Form und Inhalt. Auf eine sehr sympathische Art und Weise spannte er die Verbindungen zwischen den Verszeilen und deckte dabei teilweise völlig unerwartete Erkenntnisse auf.

Er wurde von Armin Neitzel abgelöst, der einen Text für Anfänger im Himmel verfasst hatte und uns damit einen Einblick in das Paradies und das mögliche Leben der Hinterbliebenen geboten hat.

Christian Grohganz hatte es mit der Angst zu tun und schilderte die Tücken seiner Kindheit. Angst in all ihren Facetten.

Osama hatte das Gejammere seines Kumpels Ingo satt und zwang ihn mit einer halbautomatischen Pistole die Dinge im Leben zu ändern, die ihn nerven. Genau, ihr habt es erraten, mit dem Ergebnis, dass danach auch wieder alles Scheiße war… sein Statement: Leute, lebt euer Leben und genießt es!

Florian Cieslik befasste sich mit dem Niedergang der Sprache und sein Text war ein Plädoyer für selbige.

Katharina Spengler feierte dieses Jahr bereits im Familienkreis einige runde Geburtstage. Da man da so oft nach der Liebe gefragt wird, schreibt sie kurzerhand einen Text, wo sie erklärt, was es damit so auf sich hat, mit der Liebe.

Carina Birzer konfrontierte, das während ihres Vortrags immer stiller werdende Publikum, mit den Schrecken des KZs in Dachau und zeigte auf, wie absurd ein Lachen in den Gaskammern während der Besichtigung ist.
Eben kein Platz für einen lustigen Schulausflug… das Publikum folgte ihrem Vortrag in respektvollem Schweigen.

Lukas Fassnacht schaffte es, die Menge wieder etwas aufzumuntern, obwohl sein Text sich kritisch mit dem kaputten System befasste. Revolte! Ein Gruß an alle Ottonormalverbrauchten!

Sage Dragon ließ die Emotional-Konversation sprechen und rief auf zu mehr Mut für und in der Liebe, selbst wenn es öfter mal nicht so wie geplant läuft.

Max Kennel begab sich auf die Suche nach den Eiern der Dichter und fand keine… weshalb nur noch dumme Kinder gezeugt werden, da die Dichter lieber dichten als ihren Liebesschwüren auch mal Taten folgen zu lassen. Dieser Vermehrungsaufruf fiel wirklich auf fruchtbaren Boden, denn er schaffte es damit ins Finale.

Der Sieg wurde hart umkämpft zwischen Marvin Suckut, Katharina Spengler und Max Kennel.
Marvin, als Suchender nach der richtigen Ausdrucksform und dem stärkersten Wortmanöver konkurrierte mit dem Text von Katharina Spengler über die Unnahbarkeit einer intellektuellen Frau, der eben diese Haltung dann doch zum Verhängnis wurde. Zum Schluss Max Kennel, der uns in die Grundlagen der Dichtung an sich und generell einführte und dem Publikum auch ihre Tücken nicht vorenthielt.
Der Text in Verbindung mit dem gekonnt gedichteten Vortrag brachten ihm den Sieg ein.

Und zum ersten Mal auch auf e-poetry.de könnt ihr nochmal die Zusammenfassungen von Moderator Jan Siegert anhören.

Runde 1
https://e-poetry.de/wp-content/uploads/2011/02/1.Runde_Zusammenfassung_Jan.mp3

Runde 2
https://e-poetry.de/wp-content/uploads/2011/02/2.Runde_Zusammenfassung_Jan.mp3

Bilder des Abends chronologisch, nicht von alpha nach omega

Auch das Reflexmagazin reviewed über den letzten Erlanger Poetry Slam:
MARACUJA! oder EIER, JUNGS, WIR BRAUCHEN EIER!- der poetry-slam vom 20.Februar 2011

Ankündigung Poetry Slam am 20. Februar 2011

Sonntag, 20.02.2011
E-Werk, Erlangen (Clubbühne)
Einlass 19:30 Uhr
Beginn 20:30 Uhr
Eintritt 6€

Nach unserer großen Jubiläumsshow folgt nun der nächste reguläre Erlanger Poetry Slam – so wie wir ihn kennen und mögen! Selbstverständlich mit vielen neuen Gesichtern und liebgewonnenen alten Bekannten auf der Bühne, angereist aus Nah und Fern und Dazwischen. Drumherum erwarten uns diesmal ein Rahmenprogramm, wie es besser nicht zum Slam passen könnte.

Dem Wettstreit der Bühnendichter stellen sich im Februar…

Florian Cieslik (Köln)
Christian Grohganz (Leipzig)
Marvin Suckut (Konstanz)
Lucas Fassnacht (Erlangen)
Max Kennel (Bamberg)
Carina Birzer (Erlangen)
Osama (Nürnberg)
Bybercap X (Erlangen)
Katharina Spengler (Fürth)
Armin Neitzel (Nürnberg)
Sage Dragon (Forchheim)

Das Rahmenprogramm legen wir im Februar getrost in die vier Hände von…

Lautstufe Zwei (Stuttgart, Fürth)

Bevor  Lautstufe Zwei am 04.03.  auf der Bühne des Tassilo-Theaters in Nürnberg die Premiere ihres neusten Werks feiern, geben sie uns als special guests des Februar-Slams einen kleinen Vorgeschmack auf ihr abendfüllendes Programm „Mit Zuckerbrot und Peitsche!“.

Das uns wärmstens empfohlene Künstlerduo in der Selbstbeschreibung:
„Wir schreiben das Jahr 2011. Alle Künste, wie Musik, Schauspiel, Zauberei, Artistik und Kabarett sind schon lange auf Bühnen zu sehen gewesen. Alle Künste ?– nein.
Eine kleine noch unentdeckte Kunstform macht seit geraumer Zeit von sich reden und begeistert das Publikum. Fetzige Sprechkunst mit wortgewandten, pointieren und sprachwitzigen Rezitationen trifft auf einfühlsame Klaviermusik. Lassen sie sich von einem Programm voller Klangpoesie, Chansons und Wortakrobatik verzaubern und packen Sie Ihr Zwerchfell ein.
Irina Harsch (Klavier) und Tobias Föhrenbach (Sprechkunst) nehmen Sie mit auf eine absurde Geschichte von Beziehungen im Ausnahmezustand.“