Jan Koch – POETRY SLAM ERLANGEN https://www.e-poetry.de Poet*innen an die Mikrofone! Mon, 18 Aug 2014 21:57:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.4 12 Jahre Poetry Slam Erlangen – die große Jubiläumsgala! https://www.e-poetry.de/2013/12/12-jahre-poetry-slam-erlangen-die-grosse-jubilaeumsgala/ https://www.e-poetry.de/2013/12/12-jahre-poetry-slam-erlangen-die-grosse-jubilaeumsgala/#respond Thu, 19 Dec 2013 09:48:28 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=3780 Sonntag, 19.1.2014
E-Werk, Erlangen (Saal)
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr

A U S V E R K A U F T ! Es wird keine Abendkasse geben!

Der Poetry Slam in Erlangen wird 12 Jahre alt.

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Sonntag, 19.1.2014
E-Werk, Erlangen (Saal)
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr

A U S V E R K A U F T ! Es wird keine Abendkasse geben!

Der Poetry Slam in Erlangen wird 12 Jahre alt.

Das feiern wir.

Mit einem Ensemble an Gästen, wie die Welt noch keins gesehen hat.

Es treten auf:

Pierre Jarawan, deutschsprachiger Meister 2012
Nektarios Vlachopoulos, deutschsprachiger Meister 2011
Patrick Salmen, deutschsprachiger Meister 2010
Volker Strübing, deutschsprachiger Meister 2005, 2006 (Einzel & Team)
Fee, deutschsprachige Meisterin U20 2013
Klaus Lederwasch, österreichischer Meister 2012

Musik: Jan Koch & Peter Ehrlichmann

 

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Open Air Poetry Slam zum Poetenfest am 26.08.2012 https://www.e-poetry.de/2012/08/open-air-poetry-slam-zum-poetenfest-am-26-08-2012/ https://www.e-poetry.de/2012/08/open-air-poetry-slam-zum-poetenfest-am-26-08-2012/#respond Fri, 03 Aug 2012 10:40:31 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=3383 Sonntag, 26.08.2012
Erlangen, E-Werk – Außenbühne
Beginn 18:00 Uhr
1. Runde auf jeden Fall draußen! Bei schlechtem Wetter gehen wir für die 2. Runde rein.

Eintritt frei!

Seit über 10 Jahren ist der Poetry Slam im E-Werk zu Hause. Wie jedes Jahr wird dabei die Sommerpause im August für eine hochkarätig besetzte Open Air Show unterbrochen. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Stadt Erlangen und das E-Werk ist dabei der Eintritt für alle Besucher frei!

Weiterlesen -> Open Air Poetry Slam zum Poetenfest am 26.08.2012…

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Sonntag, 26.08.2012
Erlangen, E-Werk – Außenbühne
Beginn 18:00 Uhr
1. Runde auf jeden Fall draußen! Bei schlechtem Wetter gehen wir für die 2. Runde rein.

Eintritt frei!

Seit über 10 Jahren ist der Poetry Slam im E-Werk zu Hause. Wie jedes Jahr wird dabei die Sommerpause im August für eine hochkarätig besetzte Open Air Show unterbrochen. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Stadt Erlangen und das E-Werk ist dabei der Eintritt für alle Besucher frei!

2012 ist die bekannte „Dichterschlacht“ offizieller Programmpunkt des 32. Erlanger Poetenfests und findet am 26.8. mit herausragenden Gastkünstlern im Außenbereich des E-Werks statt. Mit Bas Böttcher (Berlin), Volker Strübing (Berlin) und Nektarios Vlachopoulos (Mannheim) laufen gleich drei (!) deutsche Meister der Kunstsparte Poetry Slam auf. Hinzu gesellen sich der „Metrogarde“-Sprechdichter Timo Brunke (Stuttgart), Kultautor Andy Strauß (Münster), die niederländische Bühnenpoetin Jolies Heij (Utrecht) und Lokalmatador Lucas Fassnacht (Erlangen). Selbstverständlich dürfen auch Nachwuchsdichter aus der Region nicht fehlen, diesmal sind Sieglinde Holzknecht, Felix Kaden und Thomas Forstner mit dabei. Drum herum sorgen der Berliner Liedermacher Jan Koch und die Erlanger Formation Raphael Kestler & Band für das musikalische Rahmenprogramm. Moderation: Jan Siegert (Stuttgart)

Bas Böttcher (Berlin)

Botschafter der Sprache im Jahr der Geisteswissenschaften 2007, Deutschsprachiger Poetry Slam Champion 1997

Bas Böttcher zählt zu den Mitbegründern der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Seine Texte gelten als Klassiker der zeitgenössischen Bühnenlyrik. Sie erscheinen in Schulbüchern und wichtigen Sammlungen deutscher Dichtung (Der Neue Conrady, Lyrikstimmen u.a.). Er veröffentlichte zusammen mit Wolf Hogekamp 2005 die erste Poetry Clip DVD. (Voland & Quist/Lingua Video) Im Verlag Voland & Quist publizierte er außerdem die beiden Gedichtbände „Dies ist kein Konzert“ (2006) und „Neonomade“ (2009).
Bas Böttcher ist Erfinder verschiedener Medienformate für Lyrik. Er entwickelte den elektronischen Hypertext „Looppool“ als neue Ausdrucksform im Internet. (Sonderpreis 1998 von Die ZEIT, ARDOnline und IBM), den „Poetry Clip“ als audiovisuelles Format und die Textbox für live Performances. Die Textbox wurde im Centre Pompidou (Paris), der Neuen Nationalgalerie (Berlin) und auf Buchmessen weltweit ausgestellt.
Bas Böttcher lehrte am Deutschen Literaturarchiv Marbach, an der Kulturakademie Baden-Württemberg, am Goethe Institut und an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die NZZ betitelte ihn jüngst als „Pop-Poetry-Pionier“, die FAZ vergleicht ihn mit Jandl und Ringelnatz.
www.basboettcher.de

Nektarios Vlachopoulos (Mannheim)

Amtierender Deutschsprachiger Poetry Slam Champion 2011

Nektarios Vlachopoulos ist kein Künstlername. Der gebürtige Grieche und Wahlmannheimer studiert derzeit Germanistik und Anglistik auf Lehramt und ist daneben einer der erfolgreichsten Slam Poeten im deutschsprachigen Raum sowie amtierender deutscher Meister der Kunstsparte Poetry Slam.
Nachdem er Ende 2007 das Format des Dichterwettstreits zunächst als Zuschauer für sich entdeckte, nahm er bereits Anfang 2008 an seinem ersten Wettbewerb teil. Seither hat er an über 100 Veranstaltungen in und um Deutschland teilgenommen, an mehr als 40 davon siegreich. 2009 gründete Nektarios Vlachopoulos zusammen mit drei weiteren Bühnenautoren die erste Heidelberger Lesebühne „Die Vollversammlung“. Im selben Jahr fing er an, Poetry Slam-Kurse an Schulen, Vereinen und Theatern zu leiten. Mittlerweile veranstaltet er einen eigenen Poetry Slam in Heilbronn und eine Spoken-Word Show im Mannheimer Nationaltheater.
Seinen bislang größten Erfolg feierte er im Oktober 2011 vor über 4000 Zuschauern mit dem 1. Platz bei den 15. deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam 2011 in Hamburg.

Timo Brunke (Stuttgart)

Schubart-Literaturförderpreis 2011

Timo Brunke, Autor und Darsteller, erforscht das Material der Sprache und präsentiert seine Ergebnisse seit Anfang der 90er Jahre auf Bühnen im In- und Ausland. Die mündlichen Traditionen der Poesiegeschichte im eigenen Schaffen wiederaufleben zu lassen und fortzuschreiben – das ist Brunkes Anliegen. Sein dichterisches Erkennungszeichen sind Darbietungen in einer durch konsequentes Zeit-Silben-Arrangement komponierten Sprache.
Als Partner von Bas Böttcher gastierte Timo Brunke mit der „Textbox“, dem „kleinsten Massenmedium der Welt“, an Orten wie der Neuen Nationalgalerie Berlin, dem Centre Pompidou oder internationalen Buchmessen wie Peking, Abu Dhabi oder Bangkok. Inzwischen ist er mit zahlreichen Lehraufträgen und Auftragswerken bedacht worden und gilt als Wegbereiter der deutschsprachigen Performance-Poesie. Er lebt und arbeitet als Bühnenpoet und Autor in Stuttgart und leitet am dortigen Literaturhaus die Sprachwerkstatt „Wort und Spiele“ – ein von der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnetes Pilotprojekt im Bereich der Sprachvermittlung.
2009 erschien Brunkes erstes Kinderbuch „Warum heißt das so?“ (Klett-Kinderbuch). Vom österreichischen Bundesministerium für Bildung und Forschung ist es zum besten Wissenschaftsbuch 2010 in der Sparte „Junior Wissen“ gekürt worden. 2011 erhielt Brunke den Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen. Im Herbst hatte sein neues Bühnenprogramm „Der Übergang des Abendlandes“ – zusammen mit Scott Roller – am Theaterhaus Stuttgart Premiere.
www.timobrunke.de

Volker Strübing (Berlin)

Deutschsprachiger Poetry Slam Champion 2005

Der Autor, Regisseur und Liedermacher Volker Strübing wurde 1971 in Thüringen geboren und wuchs in Sachsen-Anhalt und dem Berliner Bezirk Marzahn auf. 1996 gründete Strübing zusammen mit Tube (Tobias Herre), Spider (Andreas Krenzke), Uwe Beneke, Sabine Mylius, Andre Lange, Klaus Schwarz und Gunar Klemm die Berliner Lesebühne „LSD – Liebe statt Drogen“. Von 2000 bis 2008 war er Mitglied der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“. Im September 2000 gründete er zusammen mit Dan Richter die Berliner Lesebühne „Kantinenlesen“. Seit 2004 tritt er regelmäßig bei Poetry Slams auf und gewann 2005 die deutschen Meisterschaften. Der Schwerpunkt seiner Arbeit sind kurze, satirische Texte, die in erster Linie für das Vorlesen geschrieben werden.
Seit Mai 2007 gestaltet Volker Strübing die Trickfilmreihe Kloß & Spinne, in der er auch alle Rollen selbst spricht. Er drehte als Regisseur und Autor im Auftrag des ZDF die vierteilige Reisereportage „Nicht der Süden“. Gemeinsam mit Kirsten Fuchs verfasste Strübing bei der Bereisung von den Färöerinseln, Dänemark, Island, Jan Mayen und Spitzbergen ein gleichnamiges Buch, das beim Verlag Voland & Quist erschienen ist. 2009 arbeitete Strübing wieder als Autor und Regisseur an der Reisereportage „Mister & Missis.Sippi“ für 3sat, die anlässlich des 100. Todestages von Mark Twain vom ZDF produziert wurde; er befuhr zusammen mit der ZDF-Moderatorin Patricia Schäfer auf einem Floß den Mississippi von St. Louis nach New Orleans.
www.volkerstruebing.de

Andy Strauß (Münster)

Landesmeister im Poetry Slam NRW 2011, Slammy-Award Schrägster Vogel 2007

Seit Ende 2006 ist Strauß auf Poetry-Slam-Bühnen deutschlandweit unterwegs. Nach seinem Buch „EstablishMensch“ aus dem Jahr 2009 ist im November 2010 sein zweites Buch „Albträumer“ erschienen. Den WDR Poetry Slam gewann er zweimal, zudem zweimal die Show Slammerfilet. Für seinen ersten Kurzfilmslam erstellte er den Kurzfilm „Knabberbagger“. Strauß ist mehrfacher Teilnehmer des German International Poetry Slams (GIPS) und erreichte dort 2007 das Finale. 2008 nahm Strauß in Zürich, 2009 in Düsseldorf und 2010 im Ruhrgebiet an den deutschsprachigen Meisterschaften im Einzel teil. 2008 veranstaltete er als gebürtiger Ostfriese in seiner früheren Heimatstadt Leer erstmals einen Poetry Slam.
Sein Theaterdebüt gab er 2010. Unter der Leitung von Philip Gregor Grüneberg spielte er den Nils im Stück „Context“ von Igor Bauersima im Pumpenhaus Münster und am Theater im Depot Dortmund.
Am 5. Juli 2011 wurde Andy Strauß während einer Leseshow im Dortmunder Signal Iduna Park vom BVB-Maskottchen Emma verprügelt.
www.establishmensch.de

Lucas Fassnacht (Erlangen)

Unser local hero!

„Die ersten zwei Sätze einer Geschichte zu schreiben, ist ein bisschen wie sich frisch zu verlieben. Man ist euphorisiert von dem Gedanken, es könnte besser werden als jemals zuvor, hat aber gleichzeitig zu befürchten, dass es bei diesen zwei Sätzen bleibt.“
Lucas Fassnacht wurde in Dieburg geboren, ist in Aschaffen­burg aufgewachsen. Er studiert in Erlangen klassische Philologie und Germanistik. Vor seinem Studium absolvierte er ein freiwilliges kulturelles Jahr am Pforzheimer Stadttheater. Auf deutschen Slam-Bühnen ist Lucas Fassnacht seit Herbst 2008 unterwegs und hat bisher an über hundert Dichterduellen teilgenommen. Er ist mehrfacher Gewinner des Erlanger Poetry Slams und damit offizieller Lokalmatador des örtlichen Dichterwettstreits.
Seit Sommer 2011 ist er beständig mit seinem Solo-Programm „Ottonormalverbraucht“ auf Tour. Dieses Reimgewitter aus Philosophie, Konsumkritik, Spott und scharfen Gedanken räumt mit den klassischen Vorbehalten gegenüber Poetry Salm ein für alle Mal auf. Das gleichnamige Buch ist seine erste eigene Veröffentlichung.
www.lucasfassnacht.de

Musikalisches Rahmenprogramm:

Jan Koch (Berlin)

Seit seiner Erstbesteigung der Berliner Bühnen 2006 hat sich der notorische Großstadtskeptiker und Bohèmien wider Willen reichlich Beachtung als Liedermacher und Slam Poet im ganzen deutschsprachigen Raum verdient.
Jan Koch ist fürs Kabarett ist zu melancholisch, für die gehobene Lyrik zu verständlich und für Rockmusik zu allein. Mit einer schönen Gitarre, einer echten Stimme und leisem, unaufdringlichem Humor ausgestattet, füllt er die Bühne einfach aus. Hingabe und Bedacht sind der Stoff, aus dem diese Lieder und gerne auch mal Gedichte gemacht sind, und mit Hingabe und Bedacht werden sie auch vorgetragen. Es fehlt nicht an Komik und Ironie, aber sie machen bisweilen Pause. Die Stücke sind allesamt verwegen und verschlagen und siedeln in sicherer Distanz zum Belanglosen. Hier wird erst dann gesungen oder gesprochen, wenn es tatsächlich etwas zu sagen gibt, und die Musik ist in ihrer Vielseitigkeit und in ihrem Ausdruck mehr als nur ein Vehikel für die Texte.
www.jankoch.org

Raphael Kestler & Band (Erlangen)
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JHHn2RKVmz0[/youtube]

Nach der großartigen Resonanz des Publikums auf den Auftritt beim Erlanger Slam im April 2012 kommen sie mit neuen Liedern zurück auf unsere Bühne.
Raphael Kestlers Musik will nicht progressiv sein. Eher ist sie eine Rückbesinnung auf die Langsamkeit des Lebens. „m. zieht aufs Land“ heißt sein Debütalbum; der Titel hält was er verspricht. Die Atemlosigkeit des Stadtlebens ist von den zehn Songs sehr weit weg. Jedes Lied ist ein Rückzugsort, ein Innehalten und ein kleiner Appell an die Natürlichkeit sowie an das Gefühl statt dem ewigen Rausch. „Wie lange reicht dein Atem? Wir bleiben, halten still“, singt er beispielsweise in dem Lied „Freiheit im ¾ Takt“.  Auch musikalisch hat sich Raphael Kestler für das Gefühl entschieden. Trotzdem finden sich auf dem Album keine kitschüberfrachteten Popballaden. Das wäre auch viel zu groß , viel zu schwer. Die Leichtigkeit dominiert die einzelnen Stücke, mal spielerisch, mal mit Beat, während die begleitende Band, Manuel Zwanzger (Gitarre), Simon Vater (Bassklarinette), Florian Fischer (Percussions) und Claudia Trinczek (Gesang), diesen Charakter der Lieder noch verstärkt.

Weitere Infos:
www.poetenfest-erlangen.de

Eine Veranstaltung des Kulturzentrums E-Werk in Kooperation mit dem Erlanger Poetenfest.

Was ist ein Poetry Slam? – Eine kurze Erklärung für alle Erstzuschauer

Poetry Slam – das ist der Wettkampf der Bühnenpoeten, der weltweit die Bars, Clubs, Spelunken und Kleinkunsttempel füllt. Das Prinzip ist einfach: Jeder, der sich dazu berufen fühlt, Selbstgeschriebenes vor Publikum vorzutragen, darf teilnehmen. Die Zuschauer entscheiden dabei durch Applaus über Sieg und Niederlage. Dabei werden die Texte jedoch nicht einfach nur vorgelesen, sondern mit ganzem Körpereinsatz gerappt, geflüstert, geschrien. Feinsinnige Lyrik, Kabarett, Spoken Word Performances, Improvisationen, Rap-Poesie oder rasante Fun-Prosa – alle Spielarten der Sprach- und Sprechkunst sind erlaubt, wenn Performance-Profis, erfahrene Autoren und die Hobbydichter von nebenan aufeinander treffen.

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https://www.e-poetry.de/2012/08/open-air-poetry-slam-zum-poetenfest-am-26-08-2012/feed/ 0
Die Wort Ab Sendung vom Oktober 2010 https://www.e-poetry.de/2010/10/die-wort-ab-sendung-vom-oktober-2010/ https://www.e-poetry.de/2010/10/die-wort-ab-sendung-vom-oktober-2010/#comments Fri, 01 Oct 2010 19:03:27 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=2250 Wie jeden ersten Freitag im Monat, hat auch diesmal wieder unser Slam DJ Manuel Siegert die Sendung Wort Ab! auf Radio Z! produziert.

Da beim letzten Poetry Slam in der neuen Arena Clubbühne die Technik noch nicht ganz am Start war und wir so nicht mitschneiden konnten, gibt es heute das Poetry Slam Musik Spezial zu hören. Denn wie unser treues Publikum weiß, gibt es bei uns nicht nur Slam Poetry sondern auch Musik vom Feinsten auf die Ohren.

Weiterlesen -> Die Wort Ab Sendung vom Oktober 2010…

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Wie jeden ersten Freitag im Monat, hat auch diesmal wieder unser Slam DJ Manuel Siegert die Sendung Wort Ab! auf Radio Z! produziert.

Da beim letzten Poetry Slam in der neuen Arena Clubbühne die Technik noch nicht ganz am Start war und wir so nicht mitschneiden konnten, gibt es heute das Poetry Slam Musik Spezial zu hören. Denn wie unser treues Publikum weiß, gibt es bei uns nicht nur Slam Poetry sondern auch Musik vom Feinsten auf die Ohren.

Mit freundlicher Unterstützung von Radio Z! – 95,8MhZ können wir euch die Sendung als kostenlosen Stream präsentieren!

Dabei sind diesmal:

Julius Fischer

The Fuck Hornisschen Orchestra

Großraumdichten

Johanna Zeul

Nikita Gorbunov

Jan Koch

Gymmick


 

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Wort Ab! Das Poetry Slam Magazin im März https://www.e-poetry.de/2010/03/wort-ab-das-poetry-slam-magazin-im-maerz/ https://www.e-poetry.de/2010/03/wort-ab-das-poetry-slam-magazin-im-maerz/#comments Wed, 03 Mar 2010 23:17:09 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=1449 Es ist wieder soweit! Ohren aufgesperrt!

Die Radiosendung zum Erlanger Poetry Slam „Wort ab!“
Wie immer produziert und moderiert von unserem Slam-DJ Manuel Siegert.

Am Freitag, den 5. März gabs die Ausschnitte „Teil 2“ vom herrlichen Januar-Jubiläumsslam und zwei Stücke vom Februarslam.
Exklusiv in dieser Sendung – die Weltpremiere eines Songs vom neuem, voraussichtlich erst im Mai erscheinenden Album „Im falschen Cafe“ des Liedermachers Jan Koch (unser musikalischer Gastkünstler beim Februar-Slam) auf Radio Z in der Metropolregion Nürnberg.

Weiterlesen -> Wort Ab! Das Poetry Slam Magazin im März…

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Es ist wieder soweit! Ohren aufgesperrt!

Die Radiosendung zum Erlanger Poetry Slam „Wort ab!“
Wie immer produziert und moderiert von unserem Slam-DJ Manuel Siegert.

Am Freitag, den 5. März gabs die Ausschnitte „Teil 2“ vom herrlichen Januar-Jubiläumsslam und zwei Stücke vom Februarslam.
Exklusiv in dieser Sendung – die Weltpremiere eines Songs vom neuem, voraussichtlich erst im Mai erscheinenden Album „Im falschen Cafe“ des Liedermachers Jan Koch (unser musikalischer Gastkünstler beim Februar-Slam) auf Radio Z in der Metropolregion Nürnberg.

In der Sendung zu hören waren:
Team „Poesie aus Leidenschaft„: Kurzgeschichtenfestival und Wikipedia
Team „Totale Zerstörung“: Gewürze
Jan Koch: Im falschen Cafe
Fuck Hornisschen Orchestra: Bahndammbrandmann und Wir weinen am liebsten im Sitzen
Philipp Scharrenberg: Krank
Marvin Ruppert:Liebe allergisch
Die Rinnstein-Servietten: Liebesgeschichte zwischen dem Ofen und der Gans

Und das beste zum Schluss: Für alle, die die Sendung verpasst haben gibts exklusiv hier auf e-poetry.de die gesamte Sendung als Stream zum Anhören:

Mit freundlicher Unterstützung von Radio Z 95,8MHz

Wer sich den Teil 1 Jubiläumsslam (Wort ab! Februarsendung) noch mal anhören will ist hier richtig:
https://www.e-poetry.de/2010/02/heute-18-uhr-wort-ab-auf-radio-z/

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https://www.e-poetry.de/2010/03/wort-ab-das-poetry-slam-magazin-im-maerz/feed/ 8
Rückblick auf den Februarslam 2010 https://www.e-poetry.de/2010/02/rueckblick-auf-den-februarslam-2010/ https://www.e-poetry.de/2010/02/rueckblick-auf-den-februarslam-2010/#comments Tue, 23 Feb 2010 17:14:48 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=1378 Da passte keiner mehr rein, am Sonntag in die Kellerbühne. Tut uns ehrlich leid, dass wir nach dem Einlassstopp (danke, Rechtschreibreformer!) so viele Leute wegschicken mussten. Zumal es ein sensationell guter Poetry Slam war…

Weiterlesen -> Rückblick auf den Februarslam 2010…

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Da passte keiner mehr rein, am Sonntag in die Kellerbühne. Tut uns ehrlich leid, dass wir nach dem Einlassstopp (danke, Rechtschreibreformer!) so viele Leute wegschicken mussten. Zumal es ein sensationell guter Poetry Slam war…

Jan Koch sorgte mit seinen schönen Melodien und intelligent-poetischen Texten von Beginn an für eine emotionale Atmosphäre. Er spielte einige seiner Klassiker, aber auch brandneue Songs von seinem erst in den nächsten Monaten erscheinenden neuen Album, das wahrscheinlich „Im falschen Cafe“ heißen wird. Aber auch seine drei anderen LPs möchten wir euch wärmstens ans Herz legen (akustisch hochwertige Studioaufnahmen, die aber die Stimmung der Live-Auftritte hervorragend rüberbringen). Auf www.jankoch.org könnt ihr in die Alben reinhören und auch gleich bestellen, wenn ihr euch was Gutes tun und einen talentierten Künstler unterstützen wollt, der sich außerhalb des etablierten (und ekelhaften) Musikbetriebs bewegt.

Der eigentliche, mit 12 Teilnehmern besetzte Wettkampf war diesen Monat eine ausnahmslose Freude: Marvin Ruppert (Marburg) nahm uns mit in einen fiebrigen Heuschnupfenmedikamentealkoholalbtraum auf eine Uferwiese im Präteritum, um dort seine Angebetete an einen Maximalmacho auf hohem Ross zu verlieren. Benjamin Reichstein (Bayreuth) brach in seinem selbstironischen Lebensratgeber eine Lanze für das Intuitive Element des Handelns und Entscheidens. Turnkey Facility (Erlangen) machte sich den Kopf für die bevorstehende Abschlussprüfung auf unsrer Bühne frei und glänzte mit seinem bisher besten Text (meint auch der Jan!) über die Motivationen eines Bühnenpoeten. Die Rinnstein-Servietten (Erlangen) bereicherten die erste Runde als erstes Duo im Wettbewerb mit einer abgefahrenen romantischen Ballade erster Güteklasse: die Gans in der liebeslodernden Röhre (wie kommt man denn da drauf?!) – von diesem Team wird man noch eine Menge hören… Aber auch das zweite Duo des Abends, la pommes schranké (Erlangen), wandelte auf skurrilen Pfaden und ließ den Seifenblasenmann seine Reise zur Sonne antreten. Ein wissenschaftlich stilisiertes Märchen mit Fußnoten und ohne Happy End gab Flaux (Erlangen) zum Besten. Arne (Bayreuth) versuchte, auf der Bühne den Bad Boy zu geben, blieb aber recht sympathisch mit seiner anekdotenreichen Analyse der Humorkurve. Christian Ritter (Bamberg) begeisterte mit einem brandneuen Text aus der Badewannenperspektive, in der sich ein höchst seltsam anmutender Herr August von seinem treuen Freund Dimitri die Seife reichen ließ und ihn dafür schrecklich entlohnte. Bei Sophie Sonnenblick (Erlangen) stimmte die Chemie, an Hand derer sie nach einführendem „Referat“ die Funktionsweise einer Liebesbeziehung in ihre kristallinen Gitterstrukturen aufspaltete. Moritz Neumeier (Kiel) stellte das Mikrofon beiseite und performte einen traurig schönen Abgesang auf vergangene Lebens- und Liebeswunden. Billy (Bayreuth) erzählte uns seine ganz persönliche „Slam Story“ und von seinem Bestreben, seinen Vorbildern gleich direkt in die Herzen der Menschen sprechen zu wollen. Das Harmoniebärchen (Erlangen) komprimierte ein Märchen auf SMS-Größe und schickte eine ungleich umfangreichere Analyse desselben hinterher.

Trotz großer Enge und Hitze wollte das Publikum den Abend im E-Werk zur Nacht werden lassen und bestand auf doppelte Rundensiege in nicht nur der ersten, sondern auch der zweiten Runde, so dass schließlich Marvin Ruppert, die Rinnstein-Servietten, Christian Ritter und Moritz Neumeier ins Finale einzogen.

Das Finale brachte jedoch noch einmal richtig Zunder in die fortgeschrittene Stunde und sorgte für überschäumende Begeisterung. Schlussendlich ging der Abendsieg aber mit knappem, aber hörbaren Applausvorsprung an den jungen Kieler Moritz Neumeier. Wir gratulieren und danken – ein großartiger und denkwürdiger Slam!

Vor den E-Werk Mitarbeitern, die insbesondere bei unseren Veranstaltungen unter schwierigen Bedingungen (überfüllter Raum) in hohem Tempo und oft auch extra lang ackern müssen, ziehen wir unsren Hut, egal ob Gastronomie, Einlass, Technik oder Orga. Vielen Dank, wir wissen das zu schätzen.

Nach etlichen Gesprächen und intensiven Überlegungen sind wir übrigens zum Schluss gekommen, dass der Erlanger Slam auch in Zukunft in der Kellerbühne des E-Werks beheimatet bleibt. Die Atmosphäre, besonders wenn es eben so proppelvoll ist wie im Februar, gefällt uns einfach zu gut – ein Hexenkessel im positiven Sinn! 

Nur anlässlich unserer Spezialshows (immer im Januar) werden wir auch in Zukunft in den großen Saal des E-Werks umziehen. Oder wenn es sich das E-Werk aus organisatorischen Gründen wünscht – dies wird beispielsweise im Mai und im Juni 2010 der Fall sein, Bergkirchweih- und WM-bedingt findet der Slam dann auch nicht am dritten Sonntag statt, sondern am 09.05. und am 06.06. Wir werden unser Programm aber der größeren Bühne anpassen, verlasst euch drauf 😉

Bis dahin warten aber noch einige feine Shows in der Kellerbühne auf uns, die nächste am 21. März. Und gern könnt ihr uns über die Kommentar-Funktion dieser Seite euer Lob und eure Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge mitteilen. Welche Meinung habt ihr zum Beispiel zur Frage „Poetry Slam in der Kellerbühne oder im Saal?“

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https://www.e-poetry.de/2010/02/rueckblick-auf-den-februarslam-2010/feed/ 11
Ankündigung Poetry Slam am 21.02.2010 https://www.e-poetry.de/2010/02/ankuendigung-poetry-slam-am-21-02-2010/ https://www.e-poetry.de/2010/02/ankuendigung-poetry-slam-am-21-02-2010/#comments Sun, 14 Feb 2010 13:35:49 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=1158 Und wütet es auch winterlich – aus allen Himmelsrichtungen machen sich am Sonntag, den 21. Februar 2010, wieder tolle Bühnenpoeten auf den Weg nach Erlangen, um im E-Werk auf der Bühne zu stehen.

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Und wütet es auch winterlich – aus allen Himmelsrichtungen machen sich am Sonntag, den 21. Februar 2010, wieder tolle Bühnenpoeten auf den Weg nach Erlangen, um im E-Werk auf der Bühne zu stehen.

Sonntag, 21.02.2010
E-Werk, Erlangen
Einlass 20:00 Uhr
Beginn 20:30 Uhr
Eintritt 6€

Das musikalische Rahmenprogramm bzw. seine Gitarre nimmt im Februar der Liedermacher Jan Koch (Berlin) in die Hände. Vor etwas mehr als einem Jahr  hatte er bereits bei unserer Jubiläumsshow zum 7. Geburtstag für Begeisterung gesorgt.

Hier anhören: Jan Koch: Wieso Berlin?
Jan Koch – Wieso Berlin?

Jan Koch auf der Bühne ist ein intensives Ereignis. Ob in bissiger Ironie oder leiser Trauer: Die Texte sind von entwaffnender Ehrlichkeit, dabei aber filigran gebaut und unerhört schlagkräftig. Die Melodien gehen direkt ins Herz, ohne schlicht zu sein, Gitarrenspiel und Stimme tun genau das, was die Lieder von ihnen verlangen, um die volle Wirkung zu entfalten. Und zwischen den Stücken begegnen die Zuschauer einem ruhigen jungen Mann mit leisem Humor, der auf hinterlistigen Pfaden den Boden für das nächste Lied bereitet oder wie aus heiterem Himmel ein Gedicht aufsagt. Jan Koch ist im Herzen Romantiker, in der Haltung Heavy Metal und im Ausdruck Boxer, bezeichnet sich aber als Liedermacher. Die Zuhörer erwartet ein Auftritt mit echtem Gefühl, mit lauten Behauptungen und leiser, entlarvender Ironie. Beim großen Singer Slam im Hamburger Schauspielhaus setzte er sich 2008 gegen namhafte Konkurrenz wie Gisbert zu Knyphausen durch und errang den 1. Platz, nicht nur in seiner Heimatstadt Berlin genießt er bereits Kultstatus.

Im Wettkampf der Bühnenpoeten erwarten wir nicht minder tolle Teilnehmer:

Christian Ritter (Würzburg)
Der amtierende deutsche Vizemeister der Bühnenkunstform Slam Poetry kommt aus Franken – und nach Erlangen! Freut euch auf preisgekrönten und temporeichen Humor im prosaischen Gewand.

Marvin Ruppert (Marburg)
Lang steht er noch nicht auf der Slam-Bühne und trotzdem wurde er bei den letzten Landesmeisterschaften zum besten Slammer Hessens gekürt. Wir sind gespannt, er kommt zum ersten Mal zu uns.

Moritz Neumeier (Kiel)
Aus dem hohen Norden beehrt uns ebenfalls erstmalig dieser junge Mann, der zu den ganz großen neuen Talenten der Slamszene gehört und in seinen stilistisch formvollendeten Texten auch ernste Töne anschlägt.

Billy (Bayreuth)
Ein weiteres junges Talent kommt aus der „näheren Umgebung“ und hinterließ bei seinem letzten, schon etwas zurück liegenden Besuch bleibenden Eindruck.

Arne (Bayreuth)
Zum ersten Mal bei uns, wir wissen noch nichts über ihn – am Sonntag stellt er sich vor.

Benjamin Reichstein (Bayreuth)
Der professionelle Filmemacher lebt sein Alter Ego auf der Slambühne aus, mal durch ein zündelndes Software-Piraterie-Manifest, mal in einem lyrischen Roadmovie.

Die Rinnstein-Servietten (Erlangen)
War ein starker Teamslam im Januar – und auch diesmal ist wieder ein Team mit von der Partie – wer mag sich hinter diesem ungewöhnlichen Namen verbergen?

Sophie Sonnenblick (Erlangen)
Ein bezaubernder Künstlername macht neugierig auf ihre Texte, die sich sicher verändert haben, denn sie war schon lange Zeit nicht mehr bei uns.

Turnkey Facility (Erlangen)
Der Serienslammer mit dem Edeldialekt und der ungebrochenen Begeisterung.

SageDragon (Forchheim)
Die ersten Gehversuche auf der Slambühne liegen hinter ihm, hier kommt er zum zweiten Mal.

Du möchtest auch mitmachen?
Wie immer können sich Kurzentschlossene noch am Abend des Slams in die Offene Liste eintragen und am Bühnenwettbewerb teilnehmen. Alle Infos für Teilnahmewillige finden sich unter der Rubrik „Slam?!“


Abschließend noch ein offenes Wort in eigener Sache:

Wie euch sicher nicht entgangen ist, hat sich unser regulärer Eintrittspreis von 5 auf 6 Euro erhöht. Das hat aber nichts mit Geldgier unsererseits zu tun. Wir möchten einfach nur die Veranstaltung am Leben erhalten.
Nachdem wir es geschafft haben, acht Jahre lang (!) den gleichen Eintrittspreis zu halten, müssen wir nun einen Euro mehr verlangen, da sich vor allem die Fahrt- und Unterbringungskosten der Gastkünstler, die ja aus allen Ecken Deutschlands zu uns kommen, in den letzten Jahren rapide verteuert haben (Bahn- und Autofahrer können da ein Lied von singen). Da wir aber auch weiterhin möglichst weit über den Tellerrand blicken und nicht nur Künstler aus Nah, sondern auch aus Fern bei uns auf der Bühne haben möchten, und außerdem auch in den kommenden Jahren ein tolles Rahmenprogramm zum Slam servieren wollen, kostet der Poetry Slam Erlangen ab jetzt 6 Euro Eintritt.
Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis und haltet uns auch weiterhin die Treue!

Euer Orga-Team

Jan, Steffi, Ela, Manuel und Bremmo

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Rückblick auf den Jubiläumsslam: 7 Jahre Poetry Slam Erlangen https://www.e-poetry.de/2009/01/ruckblick-auf-den-jubilaumsslam-7-jahre-poetry-slam-erlangen/ https://www.e-poetry.de/2009/01/ruckblick-auf-den-jubilaumsslam-7-jahre-poetry-slam-erlangen/#respond Fri, 23 Jan 2009 18:37:58 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=701 Die Bilder des Abends: Fotos (klick)
Mitschnitt der Live-Sets von Bqubik: Freestyle-Sensation (klick)

Das Jubiläum am 18. Januar 2009 wird in die Geschichte des Erlanger Slams eingehen – als eine der besten Shows, wenn nicht sogar die beste von allen bisher. Definitiv aber wars die größte und aufwendigste seit unserem Bestehen.

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Die Bilder des Abends: Fotos (klick)
Mitschnitt der Live-Sets von Bqubik: Freestyle-Sensation (klick)

Das Jubiläum am 18. Januar 2009 wird in die Geschichte des Erlanger Slams eingehen – als eine der besten Shows, wenn nicht sogar die beste von allen bisher. Definitiv aber wars die größte und aufwendigste seit unserem Bestehen.

Gesamtdauer der Show:
5 ½ Stunden

Zuschauer im Saal:
ca. 520 (inkl. Poeten)

Publikum:
jung und alt bunt gemischt

Ablauf:
drei Blöcke, zwei Pausen

Ergebnis:
Dreifachsieg – Pauline Füg, Andreas Grimm, Bybercap

Aftershow-Party:
war nicht geplant, hat aber sowas von stattgefunden

Fotos:
hatten wir glatt vergessen, aber Bremmo ist mit seinem Handy eingesprungen, wobei ganz gute Bilder rauskamen, siehe hier

Der Show war diesmal 50/50 aufgeteilt in Slam und Rahmenprogramm, zur Feier des Tages. Im Wettbewerb befanden sich 6 Teilnehmer. Wir hatten uns kurzfristig entschlossen, statt der vorgesehenen 8 Teilnehmer aus Gründen des Volumens des übrigen Programms maximal 6 Menschen slammen zu lassen. Dies stellte sich später, so gegen Mitternacht, als goldrichtige Entscheidung heraus. Die fünf Namen, die „ungezogen“ in unserem Lostopf zurückblieben, sollen bittschön nicht traurig sein und einfach im Februar oder März mitmachen (jeweils der 15.), da klappt es auf jeden Fall.

Im Laufe der Jubiläumsshow wurde auch die Gewinnerin unseres Kurzgeschichtenwettbewerbs bekannt gegeben: Katharina Spengler, mit ihrem Text „Zwischen zwei Zügen“. Beim nächsten Erlanger Slam findet die offizielle Preisvergabe statt.

Selbstverständlich begann der Abend mit 20 min Verspätung, was aber nicht zuletzt an der schieren Menge der Zuschauer lag, die erstmal rein kommen und hernach alle ein Plätzchen im Saal finden mussten.

Spezialgast Jaromir Konecny eröffnete mit einem tschechischen Witz, um das Publikum gleich mal mit dem Humor seines Heimatlandes bekannt zu machen. Eine seiner kultigen Hamstergeschichten folgte und genügte bereits, um das Eis zu brechen und die Stimmung im Saal aufzudrehen. Auch bei seinen noch folgenden Auftritten in den anderen Runden forderten die Zuschauer jedes Mal einen Witz ein, bevor sich Kurzgeschichten anschlossen, die übrigens vom Sexfaktor her immer weiter zulegten.

Das musikalische Element in Runde 1 gestaltete Nikita Gorbunov. Er lief zunächst mit defektem Tonabnehmer auf, was für ein beständiges Störsummen während des Gitarrenspiels sorgte und weigerte sich mit der den wahren Künstlern eigenen Hartnäckigkeit, die angebotene Ersatzgitarre zu verwenden. Trotz Störgeräusch schaffte er es jedoch, die Zuschauer in kürzester Zeit für sich einzunehmen, mit entwaffnend eleganten, lakonischen Songtexten und eingängigen Melodien: die Angebetete brach ihm schullandheimi-esk das Herz und kotzte sich hernach schön, die unbeschreibliche dumme Zecke Wolf Biermann deklamierte stoisch „glaub nicht an all das Heugeschreck, mein Schnauzer wird euch schützen!“, schließlich lüftete er im dritten Lied Erlangens dunkles Geheimnis – auch den Zuschauern fiel es dabei wie Schuppen von den Augen… zum Abschluss legte er die Gitarre beiseite und verblüffte mit einer dramatischen zehnminütigen Superstarsatire, getragen von Halbplayback-Synthiepop, bei der abschließend Detlef D. Soost die Endlösung des Humanismus verkündete. Crank! Und beeindruckend.

Debütant Veit Simoneit kam direkt vom Lostopf auf die Bühne und berichtete in einer Mischung aus Fabel und Biologieunterricht von den sogenannten Diemels, den heimlichen Verwaltern unseres Stoffwechsels, und entwarf kühne anatomische Alternativen zu den menschlichen Körperfunktionen. Leider kappte das Zeitlimit den Ausgang der Geschichte.

Bybercap „Hands up 7 up“ trug seinen Text so souverän und dynamisch vor, dass das Publikum förmlich hineingesogen wurde in den Gedankenkosmos eines Englischlehrers während einer typischen Unterrichtsstunde – ein sarkastischer Kurztrip in den Wahnsinn des deutschen Schulalltags. Er sollte die Runde für sich entscheiden.

Tobias Hoffmann ließ sein lyrisches Ich den etablierten Literaturbetrieb erobern und auf einer Ebene mit den Größen der Elfenbeinturm-Elite in der Kulturhalle zu Schwäbisch Gmünd die selbstgemachten Schwarten signieren – ein Bilderbogen aus dem Leben eines Arschlochs unter Gleichen, eine Abrechnung mit Scharführer Grass und Kollegen inklusive Dunstkreis.

Nach der ersten Pause wurde es wieder tschechisch, Jaromir ließ es krachen. Dem folgte Jan Koch, der in Runde 2 für die Musik zuständig war. Der Berliner Liedermacher schlug eher melancholischere Töne an, setzte sich jedoch charmant und augenzwinkernd in Szene. Die Atmosphäre im Raum trug bald die Handschrift seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz. Und selbstverständlich schlug der reichlich zehnminütige Berlin-Song ein wie eine Bombe. Haltet die Augen nach Gelegenheiten auf, Jan Koch live zu sehen!

Den Wettbewerb in Runde 2 eröffnete Exil-Lübecker Matthias Kröner, angenehm konsequent trug er ausschließlich seine eigenen Lieblingstexte vor, größtenteils in ruhigen, lyrischen Tönen: das salzige Herz im Seesack über der Schulter, das Befinden in den Momenten der Vertrautheit, die eigene Durchschnittlichkeit als beiläufiges Eingeständnis, in dem ein irritierender Stolz anschwillt. Am Ende schnitt ihm die Hupe das Wort ab, welches ihm das Publikum aber postwendend zurück erteilte. Den fast vollendeten abgebrochenen Text begann er daraufhin in gelassener Konsequenz noch mal von vorn!

Andreas Commandante Grimm hatte alle bei dieser Show vorgetragenen Texte am Vorabend in der Kneipe geschrieben (entsprechend las er auch direkt aus seinem Notizbuch vor), darunter auch ein Geburtstagstext für den Erlanger Slam. Aber was für einen! So wurde ein Jubiläum noch nie gewürdigt und es müssen ja nicht immer Blumen sein, denn Herr Grimm verfügt in Sachen literarischer Zuordnung über seine eigene Kategorie und hat keine Anbiederung nötig. Auf jeden Fall eine Ehre für uns, wir werden Seit an Seit weiterverwesen durch die Jahre bis hin zur Losigkeit von Leben!

Pauline Füg beglückte uns zur Feier des Tages mit einem ihrer größten Texte, dem „Zauberspruch für Verwundete“: romantisch-poetisches Reisetagebuch einer einsamen Zweisamkeit im Rückspiegel eines Autos auf dem Weg Richtung Erinnerung. Immer wieder berührt einen dieser Text, dem Publikum erging es nicht anders. So kam es zum Finaleinzug, in Freude vereint mit dem dritten Finalisten Andreas Grimm.

Nach der zweiten Pause spulte Jaromir seine Hardcoresex-Komödie ab, zuvor hätte das Publikum in einer kurzen Abstimmung auch eine thematisch konträre Alternative (Zen-Meditation) wählen können, tat es aber nicht. Komisch. Im Anschluss schockierte, diese Formulierung trifft es am besten, unser Beatboxwunderkind Pheel die Zuschauer mit einem Solo vom Allerfeinsten und seinen unglaublichen Fähigkeiten der „Geräuschgewinnung“. Sowas hat man halt noch nicht gesehen, wenn man es noch nicht gesehen hat. Drum’n’Base-Beatboxing inklusive Synchrongesang und variierenden Filtereffekten, Kehlkopf-Samples und inszeniertes Scratching… muss man erlebt haben.

Das Dreierfinale nahm das Publikum mit Begeisterung auf, Pauline Fügs legendärer „Justus Jonas“ traf auf Herrn Grimms unberechenbare Gedankenbandwürmer. Pauline erntete gleich enthusiastischen Zwischenapplaus nach den ersten Zeilen ihrer kultigen Liebeserklärung an den immerjungen Hobbydetektiv. Der Commandante schien nach längerem Aufenthalt im Backstageraum zunächst etwas „angeschlagen“ und musste einen Text abbrechen, weil er versehentlich die Seite im Notizbuch verblätterte und nicht wieder fand. Der Ersatztext war dann eine Warnung an die Adresse zwischenmenschlicher Abenteurer und an Geist, Form und Tiefe wie immer über jeden Zweifel erhaben. Bybercap „Hands up 7 up“ (so sein Pseudomy-Zusatz an diesem Abend) knöpfte sich in seinem durchaus bewegenden Finaltext das deutsche Bildungssystem in all seiner Ungerechtigkeit und Doppelmoral vor, eingerahmt von Zitaten des großen Leonard Cohen. Im Refrain stellte er die Rechtfertigungen der Politik in Frage, es war immer wieder dieselbe Frage, und die lautete: fuck you!

Als wir zur Abstimmung schritten, war es Mitternacht, Begeisterungsstürme brandeten über die Finalisten herein, die sich bereits in trauter Umarmung gegenseitig gratulierten. Dies griffen die Zuschauer natürlich auf und forderten lautstark einen Dreifachsieg ein, deutlich euphorisiert von diesem Hammerfinale, aber in geballter Einigkeit. Weil das Votum des Publikums beim Slam Gesetz ist, heißen die Sieger des Jubiläumsslams Pauline Füg, Andreas Grimm und Bybercap „Hands up 7 up“. Hugh!

Kurz nach Mitternacht war also die Show vorbei, zumindest für die, die gehen mussten (um beispielsweise den letzten Zug Richtung Nürnberg zu kriegen). Von unseren Special Guests „Bqubik“ war nämlich bislang nur der wie vom Teufel besessen beatboxende Pheel aufgetreten. Nun stieß also sein Bühnenpartner dazu, die rappende Slam-Legende Tobias Borke, um für alle, die noch ein wenig mit uns feiern wollten und/oder einfach noch nicht genug hatten, eine zünftige Aftershow abzuziehen. Geschätzte 300 von den deutlich über 500 Zuschauern entschieden sich zunächst zu bleiben und saßen neugierig auf ihren Stühlen, manche fanden wohl zum ersten Mal an diesem Abend einen Sitzplatz. Als Bqubik dann loslegten, passierte nach wenigen Minuten etwas sehr erstaunliches, zumindest hab ich so was in dieser Form noch nie gesehen…

Pheel produzierte die Beats (oral) und legte ab und zu eine Baseline vom Microkorg drunter, Borke startete seinen improvisierten Sprechgesang. In kürzester Zeit kamen die beiden schon lange lange lange nicht mehr nüchternen Ausnahmetalente in Fahrt und schalteten das Tempo hoch auf Drum’n’Base Geschwindigkeit. Tobi Borke forderte das Publikum nun auf zu tanzen. Dummerweise gab es keine Tanzfläche. Und dann passierte es: die Zuschauer erschufen sich einfach eine, indem sie die Stuhlreihen nach vorn und hinten wegschoben. Bemerkenswert war dabei, dass eigentlich alle Stühle horizontal miteinander verschraubt waren und sich dadurch im Grunde gar nicht wegschieben ließen. Dem Druck der Menge konnten sie aber nicht standhalten und so bogen sich die Reihen wie ein großes, sich langsam öffnendes Auge auseinander – sah von der Bühne herab ziemlich abgefahren aus. Und dann gabs kein Halten mehr, Publikum und Künstler tanzten zusammen bis kurz vor 2 Uhr nachts, zwischenzeitlich freestylte auch noch jemand aus dem Publikum mit. Zum ersten Mal überhaupt musste ich schließlich das Mikro an mich nehmen und die noch anwesenden Zuschauer bzw. Hotstepper bitten, nach Hause zu gehen, da die Techniker, Ordner und das Barpersonal des E-Werks ihren Feierabend sowieso schon lange überstundet hatten, außerdem Pheel und Borke vor Anstrengung kaum noch stehen konnten. Wer sich ein akustisches Bild von dieser sensationellen Aftershow-Performance machen möchte, folgt bitte diesem Link zur extra dafür eingerichteten Myspace-Seite.
(Klickt einfach den Track „Bqubik live in Aktion“ an und nickt mit dem Kopf. Achtung: Soundqualität hinkt der Wirklichkeit hinterher, na klar, ist aber trotzdem ok, auch wenn kein Saalmikrofon am Start war und man deshalb das Publikum kaum hören kann)

Einen Schnipsel Video-Eindruck (Handyaufnahme, also miserableste Soundquali und 2 Meter Sichtweite, weil Saallicht aus) gibt’s hier.

Nachwort

Der Abend war superlang und trotzdem kurzweilig. Beeindruckendes auf der Bühne, feiernde und gefeierte Künstler, bestens gelauntes Publikum, das garnicht genug zu kriegen schien, ausgelassenes Treiben im Backstagebereich und am Ende eine spontane Massenparty auf einer Tanzfläche, die vorher noch nicht da war. Bqubik setzten dem Ganzen wahrlich die Krone auf.

Obwohl über 100 Zuschauer keinen Sitzplatz bekamen, hat keiner geschimpft. Auch unsere Programmhefte reichten bloß für 300 Leute, aber Bremmo hat sie ja „gerecht verteilt“: er warf sie einfach so hoch er konnte in die Luft, hernach segelten die Faltblätter in die Menge herab. Von unserer auf eine Mini-Auflage von 99 Stück limitierten CD haben wir bereits die Hälfte verkauft. Gefreut hat mich besonders, dass Jan Kochs CDs uns förmlich aus den Händen gerissen wurden. Dieser Mann lebt für die Musik und hat jede Unterstützung verdient. Seine drei Alben sind allesamt saugut, icke hab sie ja selber daheim. Herr Gorbunov hätte auch viele CDs verkauft, aber er hat ja noch keine gemacht – selbst schuld, Nikita! Schön war auch, die Zuschauer während der Auftritte endlich einmal vollkommen im Dunkeln lassen zu können und nur die Bühne beleuchtet zu sehen, das tat der Atmosphäre richtig gut. Die mit jahrelanger bzw. jahrzehntelanger Auftrittserfahrung beschlagenen Bühnenveteranen Jaromir Konecny, Andreas Grimm und Matthias Kröner teilten mir nach Showende übrigens jeder für sich und unabhängig voneinander mit, dass diese Show jeweils zu den Top 3 ihrer gesamten Karriere zählen würde, wenn es nicht sogar die beste war – ein bedeutendes Kompliment, vielen Dank!

gedankt sei auch…

…den fleißigen Helfern Ela, Bremmo, Steffi, Manuel und Emlie und den unbekannten Flyerverteilerinnen – sie sollen hoch gelobt sein! Mühe haben wir alle uns nicht zu wenig gemacht bei der Vorbereitung dieser Mammutshow, die sogar den Frankenslam 08 noch in den Schatten gestellt hat. Aber es hat sich gelohnt…

…allen beteiligten Bühnenpoeten und Musikern, ich hatte wirklich das Gefühl, dass alle sich richtig Mühe gegeben haben und auch große Freude an den Auftritten ihrer Kollegen hatten…

…insbesondere dem Jaromir Konecny, denn er ist ein Ehrenmann! Zwar ereilte ihn kurzfristig ein Auftrittsangebot von Seiten des BR mit vierstelliger Gage, da wir uns seit vielen Jahren kennen und mögen, erschien er trotzdem wie verabredet in Erlangen…

…dem Hausverantwortlichen des E-Werks, Jörg Engel, mit dem wir inzwischen schon richtig befreundet sind, und der im Vorfeld versucht hat, allen unseren (Änderungs-)Wünschen auch auf die letzte Minute hin noch gerecht zu werden…

…dem gesamten E-Werk Personal, das uns an diesem Abend zur Seite stand. Danke an Klaus und Kollegin für die sehr schöne Lichtstimmung und das Audiomanagement, Danke an das arg strapazierte Einlasspersonal und die Männer hinter der Bar…

…dem Kulturamt der Stadt Erlangen…

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Ankündigung: 7 Jahre Erlanger Slam – die Jubiläumsshow https://www.e-poetry.de/2008/12/ankundigung-7-jahre-erlanger-slam-%e2%80%93-die-jubilaumsshow/ https://www.e-poetry.de/2008/12/ankundigung-7-jahre-erlanger-slam-%e2%80%93-die-jubilaumsshow/#respond Sun, 28 Dec 2008 18:39:31 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=704 Sonntag, 18. Januar 2009
Erlangen, E-Werk, Saal

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

AK 7 Euro
VVK 6 Euro
(Tickets an allen Vorverkaufsstellen)

Am 20. Januar 2002 – nahezu zeitgleich mit der Einführung des EURO als Bargeld – fand der erste Erlanger Poetry Slam in der Kellerbühne des E-Werks statt. Aus diesem Testballon entwickelte sich über die Jahre eine bis heute fortbestehende erfolgreiche Kooperation des Teams von e-poetry.de mit dem E-Werk.

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Sonntag, 18. Januar 2009
Erlangen, E-Werk, Saal

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

AK 7 Euro
VVK 6 Euro
(Tickets an allen Vorverkaufsstellen)

Am 20. Januar 2002 – nahezu zeitgleich mit der Einführung des EURO als Bargeld – fand der erste Erlanger Poetry Slam in der Kellerbühne des E-Werks statt. Aus diesem Testballon entwickelte sich über die Jahre eine bis heute fortbestehende erfolgreiche Kooperation des Teams von e-poetry.de mit dem E-Werk.

Am 18.01.2009 wird der E-Poetry-Slam schließlich das sogenannte „verflixte siebte Jahr“ hinter sich gelassen haben. Dies allein schon ist Anlass zu Fest & Freude, „erschwerend“ kommt allerdings noch dazu, dass das sich nun seinem Ende nähernde siebte Bestehensjahr zugleich das erfolgreichste in der Geschichte des Erlanger Slams gewesen ist und mit der Ausrichtung der fränkischen Meisterschaften im Juni 2008 vor trotz hochsommerlicher Temperaturen nahezu ausverkauftem Haus im großen Saal des E-Werks den vorläufigen Höhepunkt in der Geschichte der Veranstaltungsreihe verzeichnen konnte.

Am Sonntag, den 18. Januar 2009, zieht der Erlanger Slam also wieder um in den Saal des E-Werks, um sieben ebenso erfolgreiche wie abenteuerliche Jahre mit gebührendem Aufwand zu feiern.

Einerseits wird es wie gewohnt einen Poetry Slam geben, also einen Wettkampf der Bühnenpoeten, bei dem sowohl Hobbydichter als auch gestandene Bühnenprofis und renommierte Autoren durch einen möglichst mitreißenden Vortrag um die Gunst des Publikums kämpfen, welches dann schlussendlich den Sieger küren wird. Wie immer können sich Kurzentschlossene noch am Abend des Slams in die Offene Liste eintragen und am Bühnenwettbewerb teilnehmen, sofern die Poetenfee den entsprechenden Namen aus dem Lostopf zieht.

Dazu gibt es ein Rahmenprogramm aus Musik, literarischem Kabarett, Beatboxing und Freestyle-Rap, das in dieser Kombination noch nie in Deutschland zu sehen war. Auf Grund des ebenso freudigen wie gewichtigen Anlasses wurden keine Kosten und Mühen gescheut und ausschließlich Gastkünstler eingeladen, die jeder für sich allein schon die Reise ins E-Werk wert wären:

Jan Koch auf der Bühne ist ein Ereignis von höchster Intensität. Ob in bissiger Ironie oder leiser Trauer: die Texte sind von entwaffnender Ehrlichkeit, dabei aber filigran gebaut und unerhört schlagkräftig. Die Melodien gehen direkt ins Herz, ohne schlicht zu sein. Beim großen Singer Slam im Hamburger Schauspielhaus errang der Berliner 2008 den ersten Platz und setzte sich gegen namhafte Konkurrenz wie Gisbert zu Knyphausen durch. Sein Hass-Song auf Berlin hat in seiner Heimatstadt längst Kultstatus erlangt, seine Fangemeinde ist treu und vermehrt sich schnell. Jan Koch ist ein exzellenter Liedermacher. Aber er wird den Begriff neu definieren.

Jaromir Konecny gehört mit seinen über 60 Siegen zu den Legenden der deutschen Slamszene und war in den Jahren 1999 und 2000 jeweils deutscher Vize-Meister. Den Fritz-Hüser-Preis nennt er ebenso sein eigen wie den Haidhauser Literaturpreis, auf unzählige Buch- und CD-Veröffentlichungen blickt der gebürtige Prager mit dem unwiderstehlichen Humor und dem charmanten Akzent zurück. Bisher haben es die Organisatoren noch nie geschafft, ihn zum Erlanger Slam zu holen. Am 18.01.09 wird dieser Missstand behoben.

Nikita Gorbunov, Urenkel des weltberühmten Schriftstellers Lew Kopelew, wurde in Moskau geboren und im Zuge der Wende bis nach Stuttgart gespült. Seine ersten lyrischen Gehversuche unternahm er als Rapper „Sajuz“, doch mit der Verrohung des deutschen Hip-Hops erkannte er die Zeichen der Zeit und brach auf zu den Ufern des „Liedermachings“. Seine Herkunft spiegelt sich deutlich in seinen Liedern wieder: rotzfrech bis hochprovokant, gleichzeitig tief melancholisch und mit dem weinenden Auge zwinkernd – eindeutig „made in Russia“! Im Gepäck hat er einen brandneuen Song, den er extra für die Stadt Erlangen geschrieben hat. Er heißt „Erlangen, du bist schuld!“

– gesprochen: Bqubik. Unser Main-Act, da wirklich wahnsinnig schwer zu kriegen. Ein Live-Erlebnis der Sonderklasse. Egal ob das Augsburger Brecht Festival, die Buchmessen Deutschlands oder das Goethe Institut in Minsk. Egal ob MTV, Viva oder die McLaren Mercedes VIP-Party mit Häkkinen, Bobele und den Klitschkos. Egal ob Arte, ZDF, BR oder SWR. Jeder hat sie schon einmal gebucht, denn niemand kann sich der Energie entziehen, die Pheel, seines Zeichens bester Beatboxer Deutschlands, und Tobias Borke, Freestyle-Rap-Virtuose und fünffacher Finalist (!) der deutschen Slam-Meisterschaften, auf der Bühne erzeugen. Erlangen wird sie bald kennen lernen.

Auch im Wettbewerb geben sich einige herausragende Bühnenpoeten die Ehre:

Pauline Füg ist nicht nur studierte Psychologin, sondern eine der momentan erfolgreichsten weiblichen Performance-Poetinnen in Deutschland und erreichte bei den deutschen Slam-Meisterschaften 2006 und 2007 das Finale im Einzelwettbewerb. Die gebürtige Leipzigerin erregte große Aufmerksamkeit mit ihren Fernsehauftritten (WDR, BR), Texte finden sich in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. Reclam Verlag, Macondo). Zusammen mit Tobias Heyel und Ludwig Berger hat sie zudem die Electrolyro-Band „Großraumdichten“ gegründet, die im November 2008 im E-Werk für absolute Begeisterung sorgte – demnächst erscheint das erste Studio-Album. Auf der Erlanger Slambühne hat Pauline Füg laut eigener Aussage damals ihre Karriere begonnen, weshalb die Teilnahme am E-Poetry-Jubiläum für sie selbstverständlich ist.

Toby Hoffmann ist eigentlich Frontmann der international von der Kritik gefeierten Band „Ira“ (www.iraism.com), verzeichnet aber auch als Lyriker große Erfolge und wurde u.a. mit dem Ravensburger Literaturpreis ausgezeichnet, sowie bei Lyrikedition 2000, Sprechstation und zeter & mordio verlegt. Hoffmann gilt bundesweit als begnadeter Performance-Poet und überzeugte sein Publikum bei bisher über 300 sprachgewaltigen Auftritten in ganz Europa. Aufrüttelnd, politisch, desillusioniert und trotzdem immer noch wunderbar träumerisch bedient sich Hoffmann einer sehr ausgefeilten Sprache. Seine Poesie attackiert mal sanft, mal heftig die sog. Spaßgesellschaft, die Gedankenlosigkeit und Illusion, bleibt dabei stets wohltuend selbstreflexiv und schafft es so immer wieder, mit „Samthandschuhen am Stacheldraht zu zerren“. Sein gewaltiges Stimmvolumen tut das Übrige.

Matthias Kröner lebt mittlerweile als Autor und Journalist in Lübeck, ist aber ein waschechter Franke und trat zuletzt als Mitglied der „Literaturband Mundpropaganda“ im Nürnberger Raum in Erscheinung. Er blickt auf zahlreiche Buchveröffentlichungen zurück (die Liste seiner Publikationen umfasst zwei Seiten!) und ist mehrfacher Preisträger des Literaturpreises der Nürnberger Kulturläden, u.a. in der Sparte „fränkische Mundart“. Natürlich hat er auch den Erlanger Slam einmal gewonnen, außerdem trat er zusammen mit Paula Posaune und Jan Siegert im Team-Wettbewerb der deutschen Slam-Meisterschaften 2003 in Frankfurt/Darmstadt an.

Andreas „Commandante“ Grimm ist ein absolutes Unikat unter den deutschsprachigen Bühnenpoeten. Keiner, wirklich keiner kann ein vergleichbares Gesamtwerk vorweisen. Über 2200 Texte hat er in den letzten 15 Jahren geschrieben. Dabei ist die Lektüre eines Grimm-Werkes jedem literaturbegeisterten Menschen ein Genuss. Denn nicht nur in Bezug auf Masse, nein, auch in Hinsicht auf die sprachliche Qualität spielt keiner in seiner Liga. Ein tragischer Hauch umweht deshalb dieses in der Tradition von Heiner Müller stehende literarische Schwergewicht. Viel zu oft fällt er mit seinem eigenwilligen Erscheinungsbild und Auftreten beim Publikum durch oder erntet nur mäßigen Applaus, da die meisten Zuschauer seinen Worten beim bloßen Zuhören einfach nicht zu folgen im Stande sind – dabei kann sich auch sein Vortrag wirklich sehen lassen. Einzige Ausnahme: die Slam-Meisterschaft 2003, anlässlich der er seine Texte qualitativ drosselte bzw. vereinfachte und prompt das Finale erreichte. Die Mehrzahl der erfolgreichsten deutschen Bühnenpoeten und zahlreiche Veranstalter im gesamten deutschsprachigen Raum jedoch sind echte Grimm-Fans, die Gewinner und Finalteilnehmer des Nationalslams 2001 in Hamburg verliehen ihm aus ihrer Hochachtung heraus anno dazumal den Spitznamen „Commandante“. Dabei war damals auch Jan Siegert, der ihn sich nun zum 7. Geburtstag des Erlanger Slams auf die Bühne wünscht.

Bybercap X pseudonymisiert sich ein junger Mann aus Erlangen, der unserem Slam seit Jahr und Tag die Treue hält. Der Gymnasiallehrer setzt sich manchmal ans Piano und begleitet musikalische Gäste. Manchmal nimmt er am Wettbewerb teil und bereichert ihn mit seinen souverän vorgetragenen Texten, die laut Bybercap stets von Liebe und Dialektik handeln, also den wichtigsten aller Themen. Seine Werke sind in der Regel sehr eingängig und sorgen für gespannte Stille, jedoch allzeit hintergründig, ab und an provokant und mit subtilen Widersprüchen unterlegt. Hier kann nur derjenige die volle Tiefe der Texte (zumeist Kurzgeschichten) erfassen, der auch zwischen den Zeilen zu lesen vermag. 2008 vertrat er Erlangen bei den deutschsprachigen Slam-Meisterschaften in Zürich und wie schon im Jahr zuvor auch bei den fränkischen Meisterschaften. Das X in seinem Künstlernamen übrigens ist Variable, die kurz vor der Show mit konstant wechselndem Zusatz versehen wird. Wie wäre es diesmal mit „Bybercap Seven“?

Nicole Paskow ist eine junge Erlanger Lyrikerin, die im Februar 2002, also beim zweiten Slam im E-Werk überhaupt, gleich das geschafft hat, was schon seit Beginn der Showreihe Grundüberzeugung der Veranstalter gewesen ist: zwar werden ständig wechselnde waschechte Bühnenprofis nach Erlangen geholt, aber auch diese können im Wettbewerb (der selbst wiederum nur ein überbewertetes Spiel ist) gegen absolute Neulinge verlieren, wenn einfach die Textqualität stimmt und im Vortrag der richtige Ton getroffen wird. Nicole Paskow trat mit wunderschöner, aber eben mit klassischer Lyrik gegen den damals als unbesiegbar geltenden Wehwalt Koslovsky an und setzte sich im Finale durch – völlig zu Recht. Wer sich gern in lyrischen Exkursionen ins Zwischen- und Allzumenschliche verliert, sollte sich Frau Paskow vormerken. Wenige Worte, eine sanfte Stimme und sehr viel Gefühl.

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Poetry Slam am 21. Oktober 2007 https://www.e-poetry.de/2007/10/poetry-slam-am-21-oktober-2007/ https://www.e-poetry.de/2007/10/poetry-slam-am-21-oktober-2007/#respond Sat, 13 Oct 2007 01:53:02 +0000 http://www.e-poetry.de/?p=932 Teilnehmer:
Eugen Schatz, Udo Tiffert, Junyq, Gabriel Vetter, Axel Horndasch, Tilman Birr, Sebastian 23, Felix Römer

Special Guest: Jan Koch

Alle_Poeten_Okt-07

Plakat-Oktober07

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Teilnehmer:
Eugen Schatz, Udo Tiffert, Junyq, Gabriel Vetter, Axel Horndasch, Tilman Birr, Sebastian 23, Felix Römer

Special Guest: Jan Koch

Alle_Poeten_Okt-07

Plakat-Oktober07

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